schlagschlagzeilezeilen
schlagschlagzeilezeilen
Versicherungsmakler und Biometrie-Experte Philip Wenzel. © Doris Köhler
  • Von Philip Wenzel
  • 14.03.2022 um 12:14
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:30 Min

Um neue Kunden zu gewinnen kann es hilfreich sein, Tarifneuheiten immer darauf zu prüfen, welche Zielgruppe davon einen Nutzen hat – und diese dann gezielt anzusprechen. Versicherungsmakler Philip Wenzel macht in seiner neuen Kolumne genau das – und zwar am Beispiel von Berufskraftfahrern, die bei der Grundfähigkeitsversicherung nun schon eine Leistung bekommen, wenn sie ihre Fahrlizenz verlieren.

Immer, wenn es ein neues Produkt gibt, dann überlege ich mir, wem das überhaupt helfen könnte. Und wenn ich dann eine Zielgruppe gefunden habe, dann muss ich mir die Ansprache nicht groß überlegen. Denn wenn ein Produkt neu ist, hat der Kunde in der Regel noch nichts davon gehört. Und es gibt nur zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die Neues gut finden und die, die Neues nicht gut finden.

Es gibt also einen großen Teil, bei dem ich offene Türen einrenne und die vielleicht sogar schon immer auf diese Lösung gewartet haben. Ein solches Produkt ist die Grundfähigkeitsversicherung, die schon leistet, wenn LKW- und Busfahrer ihre Fahrlizenz verlieren. Berufskraftfahrer sind die größte Berufsgruppe in Deutschland und der am häufigsten gesuchte Beruf auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Seite.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist hier kaum bezahlbar, aber den Test zur Fahrlizenz muss jeder Berufskraftfahrer regelmäßig wiederholen, weshalb hier der Nutzen durchaus verstanden wird. Ganz neu ist diese Lösung nicht und es ist auch nicht so leicht, Berufskraftfahrer einzeln zu akquirieren. Allerdings bieten mittlerweile drei Anbieter am Markt eine Grundfähigkeitsversicherung mit entsprechender Klausel über die betriebliche Altersversorgung (bAV) an.

Geeignetes Instrument zur Mitarbeiterbindung

Die bAV ist gerade in aller Munde und vermutlich sind auch deswegen schon die ersten Arbeitgeber wieder ein wenig von dem Thema gelangweilt. Wenn ich aber Speditionen und Busunternehmen ein neues und wirklich hilfreiches Mitarbeiter-Bindungsinstrument an die Hand geben kann, dann ist das sicher interessant.

Und nach meiner Erfahrung gibt es Busunternehmen in jedem Dorf, in dem Kinder zur Schule gehen. Wenn ich „Bus“ oder „Spedition“ in Google Maps eingebe, dann finde ich im Umkreis von 50 Kilometern sofort 10 Unternehmen, die ich anrufen kann. Und wem das zu digital ist, der kann auch gern die Gelben Seiten nehmen. Das geht auch.

Anrufen, und Termine machen

Und so kann ich ganz einfach und eigentlich heute noch ein paar Anrufe tätigen. Wenn am Ende dann nur zwei Termine rauskommen, dann sind das immer noch zwei Termine mehr als ich bis gerade eben hatte.

Das Prozedere funktioniert übrigens mit jeder Tarifneuheit, die auf den Markt kommt. Nicht immer ist es dann so leicht, die Zielgruppe über Google Maps zu finden, aber wer sich überlegt, wem die Neuerung helfen würde, der ist schon auf dem halben Weg, eine neue Zielgruppe zu erschließen.

autorAutor
Philip

Philip Wenzel

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und Experte für biometrische Risiken. Er ist außerdem als Autor tätig. Regelmäßige Blog-Beiträge finden Sie beispielsweise hier: https://bsc-gmbh.com/philipwenzel/ oder hier https://www.worksurance.de/.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort