Eine Frau putzt die Fenster ihrer Wohnung. Am 7. April bleibt aber das Putzzeug im Schrank - denn dann ist kein Hausarbeits-Tag. © picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
  • Von Anette Bierbaum
  • 31.03.2021 um 10:37
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lesedauer Lesedauer: ca. 02:05 Min

Wir leben in gefährlichen Zeiten. Pandemiebedingt verbringen wir viel Zeit zuhause. Und auch da kann es ungemütlich werden, denn: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Der „Kein-Hausarbeits-Tag“ kann am 7. April also einen gewissen Schutz bieten. Für den ganzjährigen Risikoschutz braucht es aber mehr: Etwa die richtige Versicherung.

Nahezu 70 Prozent aller Unfälle ereignen sich zuhause oder in der Freizeit. Ein Grund dafür: Gerade in den eigenen vier Wänden wähnen wir uns in Sicherheit – und überschätzen uns selbst. Obwohl die Trittleiter die bessere Idee wäre, steigt so mancher nur auf Socken auf den wackeligen Stuhl, um die Gardine aufzuhängen. Oder mit Wäschekörben beladen die steile Kellertreppe hinab.

Ein weiteres Risikogebiet ist die Küche: Schon beim Kartoffelschälen laufen wir Gefahr, uns ernsthafte Schnitt- oder Stichverletzungen zuzuziehen. Tiefe Schnitte können unter anderem eine Blutvergiftung oder Infizierung mit Tetanus nach sich ziehen.

Hinzu kommen Verbrühungen durch stürzende Nudeltöpfe oder das Bügeleisen, Brandverletzungen durch heißes Kochgeschirr, durch den Backofen oder Fettbrände. Und bei all diesen Verletzungsquellen ist der Garten noch nicht miteingerechnet: Rasenmäher, hohe Leitern, Heckenscheren, Kettensägen! Oft reicht eine unaufmerksame Sekunde und schon ist es passiert.

Die meisten Unfallopfer kommen mit einer kleinen Narbe oder ein paar blauen Flecken davon. Doch 7 Millionen Menschen werden jährlich bei Unfällen verletzt – 2,8 Millionen davon im eigenen Zuhause. Rund 8.000 Menschen pro Jahr sterben sogar nach Haushaltsunfällen. Mehr als doppelt so viele wie im Straßenverkehr (3.300 waren es im Jahr 2018).

Unfallgefahr im Haushalt: Wer ist gefährdeter? Frauen oder Männer?

Bei den rund 400.000 Unfällen, die jährlich auf Hausarbeit zurückzuführen sind, führen die Frauen mit gut 70 Prozent die Unfallopferliste an. Bei Heimwerkertätigkeiten liegen die Männer mit 87 Prozent vorn. Um Unfälle zu vermeiden, sollten sich beide Geschlechter einen guten Ratschlag aus Omas Nähkästchen zu Herzen nehmen: „Wenn Du spät dran bist: Nimm Dir Zeit.“ Denn mit der nötigen Ruhe lässt sich so mancher Unfall vermeiden. Unfällen vorzusorgen, etwa mit der passenden Kleidung und qualitativ hochwertigen Haushaltsgeräten, ist ebenso ratsam, wie die Vorsorge durch eine Unfallversicherung.

Was leistet die Unfallversicherung?

Wenn zuhause oder andernorts in der Freizeit ein Unfall passiert, greift die private Unfallversicherung. Dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nach einem Unfall – bis hin zum Tod – und auch vorübergehende Unfallfolgen kann man darüber absichern – und das rund um die Uhr und weltweit. Die Zahlungen der Unfallversicherer betrugen 2018 rund 3,4 Milliarden Euro. Aber: Nicht mal die Hälfte der Bundesbürger ist unfallversichert – das Potenzial ist also groß.

Selbstständige, Freelancer, Hausfrauen und -männer sowie Rentner – gerade Versicherungsnehmer, die den Großteil ihrer Zeit nicht bei ihrem Arbeitgeber, sondern in den eigenen vier Wänden verbringen, sollten sich über die Vorteile einer privaten Unfallversicherung informieren. Und jetzt, wo nahezu jeder viel Zeit zuhause verbringt, ist der richtige Zeitpunkt für ein Beratungsgespräch.

Aus Maklersicht sind besonders folgende Kriterien wichtig:

Wichtig ist vor allem eine ausreichende Invaliditätssumme. Sie sollte immer die Basis einer Unfallversicherung bilden. Aber auch andere Leistungsauslöser sollten ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer passenden Unfallversicherung sein. Denn nur wenn die Ursache des Unfalls gemäß den Versicherungsbedingungen eingeschlossen ist, leistet der Versicherer im Schadensfall auch.

Außerdem gilt es, die Unterschiede beim Leistungsumfang zu vergleichen und auch hierbei die Versicherungssummen gegenüber zu stellen.

Beim Zahnersatz gibt es beispielsweise deutliche Unterschiede, bei den Gliedertaxen auch. Und die Unfallversicherung sollte zur Zielgruppe passen: Etwa sollte ein Seniorentarif Oberschenkelhalsbruch einschließen. Für Kinderpolicen ist dagegen das Rooming-in eine wichtige Bedingung.

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Anette

Anette Bierbaum

Anette Bierbaum schreibt seit 2015 als freie Redakteurin für Pfefferminzia. Darüber hinaus unterstützt die gelernte PR-Fachfrau seit über zehn Jahren Medienhäuser, PR-Agenturen und redaktionell geprägte Content-Plattformen.

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