Altersvorsorge Ein Viertel aller Beschäftigten geht mit Abschlägen in Rente

Die sächsische Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sabine Zimmermann, auf einer Parteiveranstaltung in Sachsen.
Die sächsische Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sabine Zimmermann, auf einer Parteiveranstaltung in Sachsen. © dpa/picture alliance

23 Prozent der Menschen gingen 2015 vor ihrem eigentlichen Rentenalter in den Ruhestand. Die Folge: Abschläge auf ihre gesetzliche Rente. Im Schnitt lagen diese bei 25,5 Monaten oder 7,65 Prozent (0,3 Prozent pro Monat).

12.05.2017 17:10  Drucken

Diese Werte gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten, Sabine Zimmermann, hervor. „Das Renteneintrittsalter liegt so hoch, dass viele Beschäftigte keine andere Wahl haben, als mit deutlichen Abschlägen in Rente zu gehen, weil sie nicht so lange auf den Ruhestand warten können“, sagt Zimmermann.

Die Arbeitsbelastung sei in vielen Berufen so hoch, dass eine Erwerbstätigkeit bis zum Regelrentenalter für viele körperlich gar nicht möglich sei.

„Das Rentenniveau muss wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Für Jede und Jeden muss es eine gesetzliche Mindestrente geben, die vor Armut im Alter schützt. Die gesetzliche Rente muss wieder den Lebensstandard sichern, ohne dass die Menschen auf private Vorsorge verwiesen werden. Nach einem harten Arbeitsleben muss man sorgenfrei und in Würde in den Ruhestand gehen können“, fordert die Politikerin.

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