Absicherung von schweren Krankheiten „Demenz und Alzheimer werden vermutlich immer häufiger auftreten“

Roboter Emma interagiert mit einer Bewohnerin der Demenz-Wohngruppe der Diakonie Altholstein in Kiel: Alle zwei Wochen bringt der Roboter Schwung in die Wohngruppe. Er spricht, spielt Musik und macht Fotos von den Bewohnern.
Roboter Emma interagiert mit einer Bewohnerin der Demenz-Wohngruppe der Diakonie Altholstein in Kiel: Alle zwei Wochen bringt der Roboter Schwung in die Wohngruppe. Er spricht, spielt Musik und macht Fotos von den Bewohnern. © dpa/picture alliance

Schwere Krankheiten – solch ein Schicksalsschlag reißt den Betroffenen den Boden unter den Füßen weg. Umso wichtiger ist eine finanzielle Absicherung für die Genesungsphase. Wofür man eine solche Versicherung nutzen kann und welche schwere Erkrankungen besonders häufig auftreten, erklärt Mario Schwabe, Produktmanager Gothaer Perikon.

| , aktualisiert am 25.07.2017 10:24  Drucken

Pfefferminzia: Wer braucht diese Absicherung wirklich und wie sieht die Zielgruppe aus?

Mario Schwabe: Die Absicherung ist für alle von Vorteil, die im Falle einer schweren Erkrankung finanziell abgesichert sein möchten. Dies können sowohl Privatkunden als auch Firmenkunden sein.

Im Privatkundenbereich kann die frei verfügbare Kapitalleistung beispielsweise zur Finanzierung von erforderlichen Umbaumaßnahmen am Auto oder einer Haushaltshilfe genutzt werden. Im Firmenkundenbereich können beispielsweise die Kosten eines Dienstleiters gedeckt werden, der statt des schwer erkrankten Mitarbeiters einen Projektauftrag fertig stellt.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Schwere-Krankheiten-Versicherung neben der bloßen Auszahlung von Kapital im Ernstfall zu nutzen? Kann sie zum Beispiel auch wie eine Risikolebensversicherung zu Absicherung von Krediten genutzt werden?

Wofür die Kapitalleistung im Ernstfall genutzt wird, entscheidet der Kunde. So können mit der Kapitalleistung im Falle einer schweren Erkrankung selbstverständlich auch Kredite zurückgezahlt werden.

Was leistet die Schwere-Krankheiten-Versicherung bei Krebs?

Liegt eine versicherte Krebserkrankung vor, wird die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.

Früher boten Versicherer komplizierte Gliedertaxen an, die an eine Kapitalauszahlung gebunden waren. So war der Verlust des linken Beins oder des rechten Arms Voraussetzung für eine Leistung: Wie sieht das Ganze heute aus?

Bei einer Schwere-Krankheiten-Versicherung wird im Falle des Eintritts einer versicherten schweren Erkrankung die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind die schweren Krankheiten entsprechend definiert.

In welchen Bereichen denken Sie, dass die Schwere-Krankheiten-Versicherung in den kommenden Jahren neue Entwicklungen als Leistung berücksichtigen wird?

Vermutlich wird zunehmend Versicherungsschutz im Falle einer Demenzerkrankung wie Alzheimer auch im hohen Alter immer wichtiger. Aktuell ist der Versicherungsschutz für diese schwere Erkrankung oft auf ein maximales Endalter von 65 oder 67 Jahren begrenzt.

Für die immer zahlreicher auftretende schwere Erkrankung Demenz bietet die Gothaer allerdings bereits heute Versicherungsschutz bis zum Alter von 100 Jahren. Vor dem Hintergrund, dass Demenz eher im höheren Alter auftritt, ist dies ein elementarer Faktor für wirksamen Versicherungsschutz.

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