Infam Institut für Finanz-Markt-Analyse untersuchte die Angebote von 23 Versicherern zu Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Von rund der Hälfte erfüllten oder übertrafen die Angebote die Marktstandards. © Infima Institut für Finanz-Markt-Analyse
  • Von Manila Klafack
  • 05.05.2020 um 12:54
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Von insgesamt 68 Tarifen zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU), die in Deutschland und Österreich erhältlich sind, erfüllen oder übertreffen weniger als die Hälfte, nämlich 31, den Marktstandard. Zu diesem Ergebnis gelangt eine aktuelle Analyse des Infima Instituts für Finanz-Markt-Analyse. Welche Anbieter danach überzeugen konnten, erfahren Sie hier.

Die Erwerbsunfähigkeitspolicen dieser Produktgeber haben die Analysten von Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse überzeugt (in alphabetischer Reihenfolge): Axa, Continentale, DBV, Dialog, Europa, Generali (Österreich), Hannoversche, HDI, Inter, MetallRente, Volkswohl Bund und Zurich.

Denn die 31 Tarife jener zwölf genannten Anbieter erfüllten in allen getesteten Punkten den Marktstandard – oder übertrafen diesen sogar. Insgesamt analysierte Infima 68 Tarife von 23 Gesellschaften.

31 EU-Tarife erfüllen den Marktstandard von Infinma. Quelle: Infinma

Diese 17 Qualitätskriterien wurden dabei dem jeweiligen Marktstandard gegenübergestellt:

  • Prognosezeitraum
  • Rückwirkende Leistung
  • Spezifikation der Erwerbstätigkeit
  • Arbeitsumfang
  • EU aufgrund von Pflegebedürftigkeit
  • Leistungszeitpunkt
  • Meldefristen
  • Beitragsstundung
  • Zeitlich Befristetes Anerkenntnis
  • Kostenübernahme bei Auslandsaufenthalt
  • Geltungsbereich
  • Mitwirkungspflichten Gesundheit
  • Mitwirkungspflichten Beruf
  • Einmalzahlungen
  • Nachversicherung ohne Anlass
  • Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten
  • BU-Umtausch-Option

„In der EU ist noch Luft nach oben“

„Während in den letzten Jahren kaum Veränderungen in der EU zu erkennen waren, hat sich in diesem Jahr der Marktstandard bei der Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten bei Auslandsaufenthalt verändert“, konstatiert der geschäftsführende Gesellschafter Jörg Schulz. Das sei zwar ohne Auswirkung auf die zertifizierten Produkte geblieben, deute aber darauf hin, dass doch der eine oder andere Anbieter die EU „wiederentdeckt“ haben könnte, so Schulz.

„Möglicherweise übt auch die zunehmende Verbreitung der Grundfähigkeitsversicherung Druck auf die Versicherer aus, die EU als Alternative zur Arbeitskraftabsicherung attraktiver zu machen“, ergänzte Geschäftsführer-Kollege Marc Glissmann laut einer Mitteilung. Während die BU-Produkte seit Jahren eine recht hohe Qualität aufwiesen, sei gerade in der EU „noch einige Luft nach oben“, so Glissmann.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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