70 BU-Tarife im Test Die besten BU-Policen

Arzthelferin bei der Arbeit: Eine BU-Absicherung mit 1.000 Euro Monatsrente gibt es für die Arzthelferin des Finanztest-Rechenbeispiels ab 668 Euro Brutto-Jahresbeitrag.
Arzthelferin bei der Arbeit: Eine BU-Absicherung mit 1.000 Euro Monatsrente gibt es für die Arzthelferin des Finanztest-Rechenbeispiels ab 668 Euro Brutto-Jahresbeitrag. © Getty Images

BU-Policen bieten Arbeitnehmern finanziellen Schutz für den Fall, dass sie nicht mehr arbeiten können. Um in den Genuss einer solchen Absicherung zu kommen, müssen sie allerdings bestimmte Faktoren erfüllen. Andernfalls wird es mindestens teuer. Welche BU-Policen die Zeitschrift Finanztest für bezahlbar und leistungsstark hält.

| , aktualisiert am 23.07.2015 16:23  Drucken
Der ideale Kunde für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sollte jung und völlig gesund sein, sowie keinen riskanten Beruf ausüben. Da die meisten Kunden jedoch nicht diesem Muster entsprechen, lehnen Versicherer BU-Anträge auch gerne mal ab oder machen den Policen-Beitrag unbezahlbar.

Die Analysten der Zeitschrift Finanztest haben nach 2013 nun erneut 70 BU-Tarife untersucht. Im Fokus des Tests standen zum einen bestimmte Mindestkriterien, die die Anbieter in Versicherungsbedingungen und Antrag erfüllen müssen. Ein weiteres großes Gewicht lag zudem auf dem Preis.

Über das Testergebnis insgesamt ist Finanztest recht erfreut. So schreiben die Autoren: „Die Auswahl ist reichlich. Mehr als die Hälfte der 70 Angebote im Test sind sehr gut.“

Zu den Kriterien, die Finanztest gesetzt hatte, zählen beispielsweise der Verzicht auf abstrakte Verweisung, der Schutz bei Umzug ins Ausland und die Möglichkeit zur Nachversicherung. Für die Analyse haben sich die Tester drei Musterpersonen gebastelt, die jeweils unterschiedliche Berufe ausüben und unterschiedliche Monatsrenten beantragt haben.

Das ist die Top-10 der BU-Tarife mit den Brutto-Jahres-Beiträgen der Musterkunden:



Allerdings gibt es aus der Versicherungsbranche auch erste kritische Stimmen zum Test. So hat beispielsweise Makler Mattias Helberg in seinem Blog die Auswahl der Bewertungskriterien und deren Gewichtung in Frage gestellt.

Auch das Ratinghaus Franke & Bornberg hält die Testmethoden für ungeeignet. So schreibt Michael Franke in einer Stellungnahme: "Wie beim letzten Test ist an vielen Stellen erkennbar, dass die Tester offenbar nicht die erforderliche Zeit und Recherche investiert haben, um eine so wichtige Produktkategorie sinnvoll testen zu können." Die gesamte Stellungnahme können Sie hier lesen.
Pfefferminzia HIGHNOON