DTM-Lauf in Oschersleben: Einen regelrechten Lauf haben auch die Kompositversicherer von 2013 bis 2018 verbuchen können. © dpa
  • Von Lorenz Klein
  • 04.11.2019 um 12:41
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Die Kompositversicherer in Deutschland haben ihren Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortsetzen können. Sowohl bei der Anzahl der Verträge als auch bei den Beitragseinnahmen gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Plus. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Geschäftsberichte von 50 Versicherern durch V.E.R.S Leipzig – wie sich die Schwestersparte Lebensversicherung schlug, erfahren Sie hier.

Der positive Trend innerhalb der Kompositversicherung habe sich auch 2018 weiter fortgesetzt – sowohl bei der Anzahl der Verträge als auch bei den Beitragseinnahmen konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus verzeichnet werden, berichten die Experten von V.E.R.S. Leipzig.

Die Analysten haben gemeinsam mit den Marktforschern von Sirius Campus die Jahresabschlusskennzahlen der jeweils 50 größten Versicherern für den Zeitraum von 2013 bis 2018 gegenüber gestellt – und zwar jeweils in den Bereichen Haftpflicht, Hausrat, Komposit, Kfz, Leben, Rechtsschutz (für Rechtsschutz die 25 größten Versicherungsunternehmen), Unfall und Wohngebäude. Der Marktanteil der untersuchten Versicherer betrage rund 90 Prozent.

Die gebuchten Bruttoprämien der 50 analysierten Kompositversicherern stiegen demnach von durchschnittlich 1,154 Milliarden Euro (2017) auf 1,2 Milliarden Euro (2018). Im gesamten Untersuchungszeitraum von 2013 bis 2018 sind die Beiträge sogar um mehr als 20 Prozent gewachsen (2013: 999,8 Millionen Euro).

Dabei sei die Combined Ratio in der Kompositversicherung mit durchschnittlich 94,01 Prozent (2018) auf einem stabilen positiven Niveau geblieben und konnte gegenüber dem Vorjahr (94,04 Prozent) sogar noch einmal geringfügig gesenkt werden. Lediglich beim versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung habe sich die Lage marginal verschlechtert (2017: 49,9 Millionen Euro; 2018: 49,68 Millionen Euro). Die versicherungstechnische Ergebnisquote vor Schwankungsrückstellung ist demnach mit 5,04 Prozent aber weiterhin im positiven Bereich.

So schlug sich die Lebensversicherung 

Auch für die Leben-Sparte warten die Analysten mit einer positiven Botschaft auf: Mit der Einführung der Korridor-Methode für die Zinszusatzreserve sei die Belastung für die Lebensversicherer „deutlich gesunken“, berichtet V.E.R.S Leipzig. Demnach konnte der Anstieg der Zinszusatzreserve deutlich gebremst werden, der Zuwachs ist mit 8,85 Prozent gegenüber dem Vorjahr (34,38 Prozent) deutlich geringer ausgefallen.  

Die 50 untersuchten Lebensversicherer erzielten im Jahr 2018 durchschnittlich 1,67 Milliarden Euro gebuchte Bruttoprämien. Das entspricht einem Zuwachs von 2,78 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2017: 1,626 Milliarden Euro). Die Einmalbeiträge fallen gegenüber 2017 deutlich höher aus (2017: 370 Millionen Euro, 2018: 401 Millionen Euro), was einer Steigerung von 8,22 Prozent entspricht.

Die international zur Bewertung des Neugeschäfts übliche Kennzahl APE (Annual Premium Equivalent) habe sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert (2017: minus 6,21 Prozent; 2018: 6,53 Prozent) und zeigt laut der Analysten ein erhöhtes Neugeschäft an, das insbesondere auf die positive Entwicklung der Einmalbeträge zurückzuführen sei.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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