Geschäftsaufgabe: Corona hat die Wirtschaft einbrechen lassen. © picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber
  • Von Achim Nixdorf
  • 31.03.2021 um 17:40
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:40 Min

Steigende Staatsschulden, schrumpfende Wirtschaft und sinkende Löhne – die Corona-Pandemie hat Deutschland mit voller Wucht getroffen. Es gibt allerdings auch einen großen Gewinner der Krise. Wie die insgesamt zehn Corona-Fakten des Statistischen Bundesamts lauten, erfahren Sie hier.

Zahlen lügen nicht. Das gilt besonders für die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Sie zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie sehr die Corona-Krise Deutschland zusetzt. Und dabei sind die langfristigen Folgen der Pandemie noch gar nicht absehbar. Ein Überblick:

  • Wirtschaft bricht ein: Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2020 nach zehn Jahren des Wachstums in eine tiefe Rezession geraten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 4,9 Prozent gegenüber 2019 zurück.
  • Staatsschulden steigen: Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen zu einem Finanzierungsdefizit des Staates in Höhe von 139,6 Milliarden Euro geführt. Das ist das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste seit der deutschen Vereinigung.
  • Flugbranche liegt am Boden: Der Luftverkehr musste 2020 die größten Einbrüche seit Jahrzehnten verkraften. Rund 57,8 Millionen Fluggäste starteten oder landeten auf den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland – das waren 74,5 Prozent weniger als 2019.
  • Tourismus mit Minusrekord: Dass die Reisenden ausbleiben, beschert auch der Tourismusbranche in Deutschland heftige Einbußen: Allein die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland fiel im Jahr 2020 mit 32 Millionen knapp zwei Drittel (minus 64,4 Prozent) geringer aus als 2019. Auch der Umsatz im Gastgewerbe insgesamt – dazu gehört neben der Beherbergung auch die Gastronomie – brach mit dem Ausbruch der Pandemie um fast die Hälfte ein.
  • Konsum geht zurück: Die Konsumausgaben der privaten Haushalte gingen 2020 preisbereinigt um 5,0 Prozent zurück – der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten.
  • Löhne sinken: Die Arbeitnehmer in Deutschland mussten im Corona-Jahr 2020 anders als zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 Verdiensteinbußen hinnehmen. Die Reallöhne gingen um durchschnittlich 1,1 Prozent zurück.
Online-Handel legt in der Krise deutlich zu

Wo viel Schatten ist, ist aber auch immer Licht. Und so gab und gibt es auch in der Corona-Krise durchaus Gewinner. Dazu zählt vor allem der Online-Handel. Er verbuchte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Steigerungen gehen laut Statistischem Bundesamt vor allem zu Lasten der Kaufhäuser, deren Umsatz 2020 um 17,6 Prozent einbrach.

Neben dem Online-Handel dürfen sich auch die Hersteller von Desinfektionsmitteln über gute Zahlen freuen. Ihre Produktion legte 2020 um gut 75 Prozent zu. Ähnliches gilt für Nudeln, in Krisenzeiten ein beliebtes Lebensmittel zur Bevorratung. Destatis zufolge wurden im vergangenen Jahr mit 294.000 Tonnen 20 Prozent mehr Nudeln produziert als sonst üblich.

>>> Wie drei weitere Kennzahlen zu Deutschlands wirtschaftlicher Corona-Bilanz lauten, erfahren Sie hier.

autorAutor
Achim

Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!