Versicherer wollen beim Datenschutz nachbessern

Datenskandale, Mahnungen von Verbraucherschützern und Datenschutzbeauftragten – bei den deutschen Versicherern hat das Spuren hinterlassen. Um Kundenvertrauen wieder aufzubauen, wollen sie bei der IT jetzt nachbessern.

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat zu diesem Zweck eine freiwillige Selbstverpflichtung, den Code of Conduct Datenschutz (CoC), ins Leben gerufen. Immer mehr Versicherer schließen sich dieser Bewegung an (eine entsprechende Liste hält der GDV hier parat). Für die Versicherer entsteht damit allerdings Handlungsbedarf.

Das Software- und Beratungshaus PPI hat für eine Studie zum Thema 60 Versicherer befragt. Danach planen knapp drei Viertel Verbesserungen in ihren IT-Systemen. Am häufigsten nennen die Befragten Nachbesserungen bei der Entstehung und Verwaltung von Personendaten. Auf Platz zwei folgt der Umgang mit externen Geschäftspartnern. An dritter Stelle nennen die Gesellschaften das Sperren, Löschen und Archivieren von Daten.

Die Versicherungswirtschaft schätzt das Potenzial des CoC-Datenschutzes hoch ein und hat bereits mehrheitlich ihre Kunden über die Selbstverpflichtung zum neuen Datenschutzkodex informiert. Vor allem größere Häuser möchten die positiven Leistungen des verstärkten Datenschutzes als Erfolgsfaktor im verschärften Wettbewerb nutzen. Sie planen Vermarktungsaktionen wie Online-Specials, Online-Anzeigen, Fernsehspots, Schulungen der Mitarbeiter und Informationen im persönlichen Kundengespräch.

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