Vermittler betreuen im Schnitt weniger als 1.000 Kunden

Der Versicherungsmakler Mützel wollte wissen: Wie sind freie Vermittler derzeit aufgestellt und was wünschen sie sich für die Zukunft? Antworten gibt die aktuelle Trendstudie Versicherungsmarkt.

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Freie Vermittler wünschen sich technische Unterstützung in der Bestandskundenverwaltung, um mehr Zeit für eine gute Beratung zu haben. Die Mehrzahl von ihnen sind Ein-Mann-Betriebe, die weniger als 1.000 Kunden betreuen. Mitarbeiter sind kaum vorhanden, obwohl der bürokratische Aufwand erheblich gestiegen ist. Die Makler wollen den Verwaltungsaufwand minimieren und die Beratung wieder in den Vordergrund stellen.

Der Versicherungsmakler Mützel erfragte in seiner aktuellen Trendstudie Stimmung und Trends in der Vermittlerbranche. 693 Versicherungsmakler beteiligten sich an der Umfrage, welche Mützel zusammen mit der Privaten Hochschule Fresenius durchführte.

Im Fokus der Studie steht die Marktsituation der freien Vermittler. Mützel fragte zudem, wie sie ihren Verwaltungsaufwand bewältigen und ob sie bereit wären, ihre Arbeitsweise zu optimieren.

Der Versicherungsmakler geht von einem schlechten Image der Branche aus. Die Aufgabe des freien Vertriebs sei daher, mit der Qualität der Beratung und Betreuung Vorurteile abzubauen. Vermittler sollten deshalb ihre Arbeitsprozesse optimieren und für Neuerungen und Trends offen sein. Dass dies für Vermittler nicht einfach ist, zeigen die Umfrageergebnisse:

Auf die Fragen „Wie viele Kunden betreuen Sie in etwa?“ und „Wie viele Eigenverträge führen Sie in Ihrem Bestand?“ antworteten 72 Prozent der Teilnehmer, dass sie unter 1.000 Kunden betreuen. 63 Prozent gaben zudem an, sie hätten weniger als 2.500 Eigenverträge im Bestand. Die Marktforscher erfragten ebenfalls die Anzahl der Angestellten. Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Vertriebsmitarbeiter beschäftigten und nur 23 Prozent könnten auf Mitarbeiter im Büro zurückgreifen. Das legt den Schluss nahe: Die Mehrheit des freien Vertriebs sind Ein-Mann-Betriebe.

Der Jahresumsatz ist für 17 Prozent der Vertriebler ein Problem. Sie erwirtschaften lediglich bis zu 50.000 Euro jährlich. 27 Prozent der kleinen Vermittlerbetriebe kommen zumindest auf 50.000 bis 100.000 Euro und weitere 27 Prozent machen einen Umsatz von bis zu 250.000 Euro pro Jahr.

Freie Vermittler haben zu 90,6 Prozent den Beratungsschwerpunkt Versicherungen. 53 Prozent von ihnen vermitteln ausschließlich in diesem Bereich. Jeder zweite hat aber keine klare Zielgruppe.

Der Verwaltungsaufwand ist für 74 Prozent der Vertriebler hoch und umständlich. Sie müssen dokumentieren und sich rechtlich absichern. Die manuelle Bearbeitung der Beratungsprotokolle kostet viel Zeit. Weit mehr als die Hälfte der Befragten wünschen sich deshalb technische Unterstützung im Bestandsgeschäft, bei Kundenauswertungen und im Beratungsprozess.

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