Stuttgarter setzt auf telefonische Krisenberatung

Versicherer lassen sich gerne neue Service-Leistungen einfallen, um ihre Kunden zu binden. Die Stuttgarter möchte diesmal das betriebliche Gesundheits-Management aufpeppen.

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Die Stuttgarter Versicherung bietet Kunden eine neue Assistance-Leistung an. Hat ein Unternehmen für seine Mitarbeiter bei der Stuttgarter eine Gruppen-Unfallversicherung abgeschlossen, dann können diese ab sofort ein Beratungsangebot im Bereich psychische Belastungen und Erkrankungen in Anspruch nehmen. Diese Leistung gilt für alle ab Januar 2014 abgeschlossenen Verträge. Der Service kostet nach Unternehmensangaben keinen Aufschlag.

Das Angebot steht Mitarbeitern und ihren Familienangehörigen offen. Diese können telefonisch und anonym an 365 Tagen im Jahr bei Bedarfzum Hörer greifen. Themen können Stressbewältigung, Erziehungsprobleme, Gewalterfahrungen, Trennung und Scheidung oder auch psychische Auswirkungen von Arbeitsunfällen sein. Führungskräfte können sich zum Umgang mit psychisch auffälligen Mitarbeitern beraten lassen.

Die Beratung erfolgt durch das Kriseninterventionsteam der Firma Otheb. Treten Situationen wie beispielsweise ein Unfalltod im Betrieb auf, dann wird die Beratung auf Wunsch des Arbeitgebers auch vor Ort im Unternehmen angeboten.

Laut DAK-Gesundheitsreport 2013 wurden im vergangenen Jahr mehr Beschäftigte als je zuvor wegen psychischer Leiden arbeitsunfähig. Die Fehltage haben sich zwischen 1997 und 2012 mehr als verdoppelt. Der Versicherer möchte Arbeitgebern einen Service bieten, mit dem Unfälle vermieden, die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer erhalten und Fehlzeiten und Krankheitstage reduziert werden können.

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