Schutz gegen BU So sichert sich Deutschland gegen Berufsunfähigkeit ab

Die Ursachen für eine BU
Die Ursachen für eine BU © GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) beschäftigt. Anhand von Daten und Fakten zeigt der Verband, inwieweit die Deutschen gegen Berufsunfähigkeit abgesichert sind.

| , aktualisiert am 19.11.2014 12:43  Drucken

Wie hat sich der BU-Vertragsbestand in den vergangenen Jahren entwickelt?

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Vertragsbestand von Berufsunfähigkeitspolicen mehr als verdoppelt. So gab es 2003 einen Bestand von zirka 1,5 Millionen BU-Verträgen. 2013 lag die Zahl bei 3,6 Millionen BU-Hauptpolicen.

Welche Haushalte interessieren sich für BU-Policen?

Am meisten verbreitet sind BU-Policen in Haushalten mit Kindern. Von ihnen sind 45 Prozent gegen Berufsunfähigkeit abgesichert. Alleinstehende haben hingegen nur zu 14 Prozent eine BU abgeschlossen.

Ebenfalls viele Verträge finden sich in Haushalten mit einem guten Einkommen. So verfügen 41 Prozent der Personen mit einem Netto-Gehalt zwischen 3.200 und 3.500 Euro über eine Police. Bei Geringverdienern zwischen 1.100 und 1.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen haben hingegen nur 11 Prozent einen BU-Vertrag.

Welche Krankheiten führen am häufigsten zur Berufsunfähigkeit?

Nach den Ursachen eine BU-Leistung gefragt, leiden 31,6 Prozent der Berufsunfähigen an psychischen Erkrankungen. Zweithäufigster Grund für eine BU sind Krankheiten des Skeletts oder Bewegungsapparats.

Wie häufig werden BU-Leistungsanträge abgelehnt?

Damit ein BU-Leistungsantrag erfolgreich ist, sollten Kunden darauf achten, dass sie die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und umfassend beantworten. Stellt sich später heraus, dass wesentliche Angaben fehlen, kann der Versicherer die Leistung verweigern. In unklaren Fällen oder bei widersprüchlichen Informationen in den Krankenakten beauftragen Versicherer unabhängige Gutachter, um den Fall objektiv zu klären.

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