Sarasin-Bankpräsident will keinen Vergleich

Die Bank J. Safra Sarasin steckt in Schwierigkeiten, könnte man meinen. Schließlich drohen ihr Klagen von mehreren prominenten Kunden, darunter Carsten Maschmeyer. Doch der Bankpräsident ist zuversichtlich: Er geht davon aus, dass die Bank unbeschadet aus dem Streit hervorgehen wird.

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Der Präsident der Bank J. Safra Sarasin, Ilan Hayim, äußert sich zum ersten Mal zum Streit zwischen der Bank und ihren prominenten deutschen Kunden. Unter anderem droht der Bank eine Klage von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer.

Der Bankpräsident zeigt sich diesbezüglich gelassen. Er ist nicht an einem außergerichtlichen Vergleich mit den Klägern interessiert. Gegenüber der NZZ am Sonntag sagte er: „Länder wie Deutschland und die Schweiz verfügen über zuverlässige funktionierende Justizsysteme. Wer Schadensersatz verlangt, kann vor ein Gericht ziehen.“

Er geht nicht davon aus, dass die anstehenden Klagen der Bank schaden werden. „Die Klagen beeinträchtigen unser Geschäft nicht", so Hayim. Die Bank habe in Deutschland im ersten Quartal trotz den negativen Schlagzeilen Neugeldzuflüsse verzeichnet.

Klagen wehen der J. Safra Sarasin ins Haus, weil sie ihren Kunden eine Zeitlang Gewinne bescherte, indem sie eine Gesetzeslücke im deutschen Steuerrecht ausnutze. Nachdem das Gesetz geändert worden war, blieben die Gewinne aus. Die vermeintlich unwissenden Kunden fordern nun Schadensersatz.

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