„Provisionsverbot kommt in Deutschland zu 50 Prozent“

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Endlich ist MiFID II durch und die Finanzbranche kann durchatmen. Aber für wie lange? KPMG-Partner Markus Lange schätzt die Chancen eines generellen Provisionsverbots in Deutschland auf 50 Prozent.

Am 16. April 2014 stimmte das europäische Parlament der Reform der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID, Markets in Financial Instruments Directive) zu. Damit scheint ein generelles Provisionsverbot für die Branche erst einmal vom Tisch. Die Berater müssen jedoch sämtliche Provisionen, die sie vom Produktanbieter bekommen, gegenüber dem Kunden offenlegen. Lediglich Berater, die sich selbst als unabhängig bezeichnen, dürfen keine Provisionen mehr von den Gesellschaften annehmen.

Nach Auffassung von Markus Lange, Partner beim Wirtschaftsprüfer KPMG, ist jedoch die Annahme von Provisionen „grundsätzlich verboten“. „Die Praxis lebt insbesondere von den Ausnahmetatbeständen“, so Lange. Damit meint er die „Eignung der Provisionen zu Verbesserung der Qualität der Anlageberatung und der Offenlegung der Provisionen gegenüber dem Kunden“.

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Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass diese Ausnahmen jederzeit überprüft werden könnten, erklärte Lange gegenüber der Börsen Zeitung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Deutschland zu einem Provisionsverbot kommt, sehe er bei 50 Prozent.

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