Mdax-Firmen sind bei Betriebsrenten risikobereiter

|  Drucken

Mehr Mut zum Risiko lohnt. Das gilt auch für die Finanzierung von Pensionsplänen. Nach einer Studie von Tower Watson setzen Mdax-Unternehmen bei ihren Pensionsvermögen auf einen höheren Aktienanteil als ihre großen Dax-Brüder. Damit konnten sie bei ihren Pensionsvermögen im ersten Halbjahr 2013 eine höhere Rendite erzielen.

Gut 2,2 Prozent erzielten die Mdax-Firmen, die Dax-Giganten kamen nur auf schlappe 1,53 Prozent. Das ist das Ergebnis der Modellberechnung „German Pension Finance Watch“ von Towers Watson. Sie zeigt die aktuellen Entwicklungen von Pensionsverpflichtungen und die Erträge der hierfür vorgehaltenen Kapitalanlagen seit 2013. Und zwar getrennt nach Dax- und Mdax-Unternehmen.

Mehr als ein Drittel in Aktien

Thomas Jasper, Leiter des Bereichs betriebliche Altersvorsorge (bAV) bei Towers Watson: „Die Pensionsvermögen der Mdax-Unternehmen sind zu mehr als einem Drittel in Aktien angelegt (37,2 Prozent), während die Dax-Unternehmen nur ein Viertel ihrer Pensionsvermögen (24,7 Prozent) in Aktien investiert halten.“

Bei den Schwergewichten geht es um knapp 312 Milliarden Euro an Pensionsverpflichtungen, bei den börsennotierten Unternehmen aus der zweite Reihe um 37,5 Milliarden Euro. Allerdings – so das Beratungsunternehmen – machten auch Ausreißer die Musik. So etwa Airbus im Mdax. Die Flugzeugbauer setzen deutlich stärker als andere auf die Börse. Und treiben damit als Schwergewicht das Mdax-Ergebnis nach oben.

Dafür liegt der Ausfinanzierungsgrad bei DAX-Unternehmen mit 61,6 Prozent deutlich höher als bei Mdax-Firmen. Hier sind es nur 43,7 Prozent. Allerdings sagen diese Zahlen für sich nicht unbedingt viel aus. Volkswagen beispielsweise hält sich in diesem Punkt laut Tower Watson zurück. Dies sage jedoch wenig darüber aus, wie sicher Pensionszusagen tatsächlich seien.

Pfefferminzia HIGHNOON
Pfefferminzia bestellen