Jetzt geht es dem Fubus-Chef an den Kragen

Rund 40.000 Gläubiger wollen Geld von Fubus-Chef Jörg Biehl. Das Amtsgericht Dresden nimmt sich dem Fall nun an und macht Biehls Luxus-Güter flüssig.

| , aktualisiert am 11.11.2014 07:13  Drucken

Das Amtsgericht Dresden hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Jörg Biehl eröffnet. Er ist Gründer und persönlich haftenden Hauptgesellschafter von Future Business (Fubus), der Muttergesellschaft des Fubus/Infinus-Konzerns. Das Insolvenzverfahren betrifft aber nicht nur sein Privatvermögen, sondern auch das betriebliche Vermögen seines Einzelunternehmens Biehl Capital Partner. Der Fubus-Chef sitzt weiter in Untersuchungshaft.

Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Bruno M. Kübler von der Kanzlei Kübler, wie diese mitteilte. Kübler war bisher sogenannter starker vorläufiger Insolvenzverwalter. In dieser Funktion hat er das Vermögen von Biehl bereits unter die Lupe genommen und für die Gläubiger gesichert.

Bisher konnte Kübler einen Wert von rund 15 Millionen Euro erfassen – vor allem Lebens- und Rentenversicherungen, Barvermögen, Immobilien, Gold, Darlehnsforderungen gegen verschiedene Privatpersonen und Unternehmen, mehrere Autos, Unternehmensbeteiligungen, Armbanduhren und einen Weinkeller. Einige Teile, wie zum Beispiel drei Motoryachten, hat er bereits zu Geld gemacht. Jetzt wird Kübler die Vermögensbestände weiter verkaufen. Die Uhren und den Weinbestand will die Kanzlei eventuell versteigern. Für die Immobilien sucht sie nach Interessenten. Ein Ferienhaus in Osterau ist aber schon so gut wie weg.

Rund 40.000 Gläubiger warten im Fall Biehl auf ihr Geld. Kübler will ihnen demnächst mitteilen, wann und wie sie ihre Forderungen anmelden können.

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