Jede dritte Frau steuert auf die Altersarmut zu

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30 Prozent aller 18- bis 65-jährigen Frauen zahlen nicht in eine eigene Altersvorsorge ein. Das zeigt eine aktuelle Studie der R+V. Damit stieg der Anteil der Frauen, die sich nicht um eine private Altersvorsorge kümmern, gegenüber der vorherigen Studie aus dem Jahr 2009 um 9 Prozentpunkte.

Laut Daniela Steinle, Vorsorgeexpertin der R+V Versicherung, klaffe jedoch bei den Frauen „zwischen Wunsch und Wirklichkeit eine immer größere Lücke“. Denn während weniger Frauen Geld in ihre Altersvorsorge einzahlen, wollen vier von fünf Frauen im Alter keine Abstriche in ihrer Lebensqualität machen – wie übrigens schon 2009. Ebenfalls nahezu unverändert ist mit rund 16 Prozent (2009: 15 Prozent) die Zahl derer, die sich auf Einschränkungen einstellen.

Besonders großen Nachholbedarf haben dabei jüngere Frauen zwischen 18 und 29 Jahren. Doch auch Singles, nicht berufstätige Frauen, sowie Frauen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro vernachlässigen ihre Altersvorsorge überdurchschnittlich.

Das mit Geldmangel zu begründen wäre allerdings zu einfach, findet man bei der R+V Versicherung. Schließlich lasse sich die eigene Altersvorsorge bereits mit kleinen Beträgen selbst in die Hand nehmen. Mit einem Eigenanteil von 60 Euro im Jahr, oder 5 Euro pro Monat, sei schon ein staatlich geförderter Riester Vertrag möglich, den der Staat mit 154 Euro im Monat bezuschusst. Darüber hinaus erhalten Mütter zusätzlich zwischen 185 und 300 Euro pro Jahr und Kind.

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