„In fünf Jahren gibt es 15 bis 20 Prozent weniger Vermittler“

  Vermittler von Lebensversicherungen müssen sich warm anziehen, denn die Branche muss Kosten sparen. Beliebteste Stellschraube dafür: die Provisionsstruktur, meint Hans-Peter Schwintowski im Interview mit dem „Handelsblatt“.

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In fünf Jahren gibt es 15 bis 20 Prozent weniger Vermittler als heute. Das prophezeit zumindest Hans-Peter Schwintowski , Versicherungsrechtler und ehemalige Rechtsprofessor der Humboldt Universität zu Berlin, in einem Interview mit dem „Handelsblatt“.

Die Lebensversicherer müssen Kosten sparen – Niedrigzinsphase, Vertriebskosten und Kündigungen – die Finanzierungsstruktur der Versicherungen gehe nicht auf. Schwintowski sieht die Chance zum Sparen vor allem bei den Provisionen. Sie sind zu hoch, findet er.

Empfehlen würde er Nettopolicen. Hier zahlt der Kunde dem Vertriebler ein Honorar. Die Kosten seien für den Kunden transparent, er werde gut beraten und der Wettbewerb würde angeregt, so Schwintowskis Argumente für das Honorarmodell. Bei Kollektivverträgen – wie beispielsweise Betriebsrenten – lohnten sich Nettopolicen schon jetzt. Vermittler sollten zudem statt Einmalprovisionen kleine, laufende Einnahmen erhalten.

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