Hoeneß verlässt Aufsichtsrat der Allianz-Vertriebstochter

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Allianz-Deutschland-Chef Markus Rieß war schon ein paar Tage eingeweiht. Jetzt weiß es auch die Öffentlichkeit. Bayern-Präsident Uli Hoeneß gibt sein Mandat im Aufsichtsrat einer Tochter des Versicherers auf — genauer: Bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG.

Darin gebündelt ist der Vertrieb das Sach-, des Lebens- und des privaten Krankenversicherers. Ende November ist dort Schluss für Hoeneß.

Der Bayern-Manager gehört dem Gremium seit 2006 an und war erst im April dieses Jahres bis 2018 in seinem Amt bestätigt worden. Da war die Steueraffäre um ihn aber noch nicht ans Licht gekommen. Ab März kommenden Jahres muss sich Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in München vor Gericht verantworten.

Anscheinend verlässt Hoeneß den Aufsichtsrat der Allianz-Tochter nicht ganz freiwillig. Wie die Online-Ausgabe von „Focus Money" berichtet, sei vor allem Rieß daran gelegen, dass Hoeneß das Aufsichtsratsmandat aufgebe. Der „Focus" beruft sich dabei auf Allianz-Kreise. Dem Deutschland-Chef würden Ambitionen auf die Nachfolge von Konzern-Boss Michael Diekmann nachgesagt. Eine zu große Nähe zum Präsidenten des FC Bayern könne seiner Kandidatur schaden, zumal Rieß auch Aufsichtsratschef bei besagter Allianz-Tochter ist.

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