Hartmann-Gruppe ist zum Teil pleite

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Vier Unternehmen der Gruppe Hartmann und Partner sind insolvent. Betroffen sind die Hartmann & Partner Holding, der Hartmann und Partner Wirtschaftsdienst für das Schornsteinfegerhandwerk, die Union Service und die Hartmann & Partner Versicherungsdienste.

Die drei unter der Holding angegliederten Unternehmen sind wirtschaftlich angeblich intakt. An die Obergesellschaft hätten sie jedes Jahr "ansehnliche" Ergebnisse abgeliefert. Aber: Der Gesellschafter der Hartmann und Partner Holding habe in den vergangenen Jahren immer wieder Geld für Immobiliengeschäfte abgeschöpft. Die Folge: Die Verbindlichkeiten können zurzeit nicht bedient werden.

Ursprünglich sollten die unter der Holding angegliederten operativen Gesellschaften verkauft werden. Das ist aber an der schwachen Aufstellung der Obergesellschaft gescheitert. Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt von der Insolvenzverwalterkanzlei BBL zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Ich bin optimistisch, dass wir den Betrieb weiter aufrecht erhalten können.“ Ziel sei die Fortführung der Geschäftstätigkeit und ein geordneter Verkauf der Unternehmen an Dritte.

Die Unternehmen der Hartmann-Gruppe agieren als Versicherungsmakler und entwickeln Absicherungskonzepte. Die Versicherten hätten direkte Verträge mit den Versicherungen. Die nun eingeleitete Insolvenz werde sich deshalb nicht unmittelbar auf sie auswirken.

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