Gothaer soll Auskunft über Geschäfte mit Infinus geben

Die Ermittlungen im Fall Infinus ziehen ihre Kreise. Auch Versicherungen rücken in das Visier der Staatsanwaltschaft. Jetzt hat es die Gothaer getroffen.

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Das Landeskriminalamt Sachsen hat nach einem Bericht von „Handelsblatt Digital“ die Gothaer Versicherung gebeten, über ihre Geschäfte mit der Infinus-Gruppe Auskunft zu geben. Diese soll Versicherungsverträge mit der Gothaer haben. Nach Versicherungsangaben sei seit 2009 eine Summe von 19 Millionen Euro von Infinus-Unternehmen an sie bezahlt worden. Im Gegenzug sollen von der Gothaer Vermittlungsprovisionen  an die Infinus-Gruppe gegangen sein.

Diese Art von Geld „Hin- und Herschieberei“ bezeichnet die Staatsanwaltschaft als „künstliche Erträge in den Bilanzen“. Der Infinus-Mutter „Future Business“ wirft sie vor, Anlegern damit Orderschuldverschreibungen schmackhaft gemacht zu haben.

Die Gothaer ist nicht die erste Versicherung, die im Zuge der Infinus-Ermittlungen ins Visier der Staatsanwaltschaft rückt. Das „Handelsblatt“ hatte bereits über Uniqa und die Wiener Städtische Versicherung berichtet.

Im Infinus-Skandal geht es um ein Schneeballsystem, durch welches das Unternehmen Privatanleger um ihr Vermögen gebracht haben soll.

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