Fiasko bei Infinus-Gläubigerversammlung

Die Versammlung der Fubus-Gläubiger am Dienstagabend endete in einem Fiasko. Welche Probleme es gab – und wie es weiter geht.

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Am Dienstagabend trafen sich 1.300 Fubus-Geschädigte beziehungsweise deren Vertreter im Amtsgericht Dresden. Sie sollten über die Wahl eines gemeinsamen Vertreters abstimmen, der ihre Ansprüche gegen die Muttergesellschaft des bankrotten Finanzdienstleisters Infinus durchsetzen sollte. Doch dazu ist es gar nicht erst gekommen.

Die ersten Probleme gab es bereits beim Einlass. Denn viele der 1.300 Teilnehmer hatten sich nicht, wie vom Amtsgericht gewünscht, schon im Vorfeld angemeldet. Da das Amtsgericht zu wenig Computerterminals hatte, um die fehlenden Voranmeldungen schnell nachzubearbeiten, begann die Veranstaltung laut Medienberichten mit zweieinhalb Stunden Verspätung.

Als es zu Abstimmungsmodalitäten für die Wahl des gemeinsamen Vertreters kam, konnten sich die 970 Stimmberechtigten nicht auf ein gerechtes Verfahren einigen. So bemängelten Anwälte, die Vollmachten von hunderten von Anlegern hatten, dass ihnen nur eine einzige Stimme zusteht. Außerdem werfen einige Teilnehmer laut Medienberichten Rony Danko vor, Fragen einfach ignoriert zu haben. So soll die Rechtspflegerin, die die Versammlung leitete, keine Auskunft über die Vergütung des gemeinsamen Vertreters gegeben haben.

Laut Medienberichten kochten die Emotionen während der Versammlung hoch. Schließlich stellten die Anwälte einen Befangenheitsantrag gegen die Rechtspflegerin. Insolvenzrichter Erwin Gerster unterbrach die Sitzung, um diesen Antrag zu prüfen Wann die nächste Sitzung der Fubus-Anleger stattfindet, steht derzeit noch nicht fest.

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