Erste Versicherer haben Probleme mit Garantiezins

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Jetzt als doch: Einige Lebensversicherer können offenbar kaum noch den Garantiezins bedienen. Dabei soll es sich um über zehn kleine und mittelgroße Anbieter handeln.

Das schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). In guten Zeiten hatten die Versicherer bei Neuabschlüssen einen Zins von bis zu 4 Prozent garantiert. Und den können sie jetzt nicht mehr erwirtschaften. Laut SZ bitten die Anbieter die Finanzbehörde Bafin nun um Hilfe.

Im Kern geht es dabei um die sogenannte Zinszusatzreserve, die das Finanzministerium der Branche 2010 verordnet hat. Sie soll ein Polster für den Notfall sein. Den wir jetzt dank des Niedrigzinsniveaus quasi haben. Kapitalschwache Lebensversicherer tun sich mit dieser Zinszusatzreserve zunehmend schwer. Statt der vorgeschriebenen 75 Prozent der Risikogewinne und 90 Prozent der Kapitalerträge wollen sie den Kunden jetzt weniger gutschreiben müssen. Ob diese Medizin langfristig wirkt, ist aber fraglich. Denn ein solcher Schritt ist nur auf Zeit erlaubt. Das Geld muss später nachgezahlt werden.

Die Bafin wollte den Bericht der Zeitung nicht bestätigen. Teilte jedoch mit, vorübergehend dürften Gewinnzuweisungen an die Kunden gekürzt werden.

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