Die vier Grundfehler beim Sparen

Die Deutschen sind vorsichtige Sparer. Mit einer breiteren Streuung und Anlagen in Aktien könnten sie auf bessere Renditen kommen
Die Deutschen sind vorsichtige Sparer. Mit einer breiteren Streuung und Anlagen in Aktien könnten sie auf bessere Renditen kommen

Sparen will gelernt sein – gerade in Zeiten von Niedrigzinsen und sinkendem Rentenniveau. Doch wir Deutschen machen da gern einige Fehler, gerade auch, weil wir ungern Neues probieren.

| , aktualisiert am 11.11.2014 16:32  Drucken

Ruheständler benötigen zirka 87 Prozent ihres letzten Nettogehaltes, um im Alter gut klarzukommen, schreibt Merkur-Online. Das Niveau der staatlichen Rente reicht dafür allerdings längst nicht mehr aus, deshalb sollten wir für unsere Altersvorsorge früh genug anfangen zu sparen.

Anscheinend sparen die Deutschen auch fleißig, denn wie der Merkur weiter schreibt, beträgt das Sparvermögen in Deutschland zirka 5,2 Billionen Euro. Allerdings: Seit der Finanzkrise 2008 ist der umsichtige Deutsche noch vorsichtiger geworden – von Vertrauen in Finanzanlagen keine Spur. Da die gesunkenen Zinsen inzwischen jedoch nicht mal mehr die Inflation ausgleichen, verliert das Sparvermögen in klassischen Anlagen immer mehr an Wert.

Deutschen Anlegern fehlt der Mut beim Sparen – die Beimischung von Aktien könnte die Zinsquote spürbar anheben. Allerdings sollten Anleger hier nicht kopflos agieren. Denn mit der entsprechenden Streuung könnten sie zirka 4 Prozent jährliche Rendite erwarten, so Andreas Hackethal von der Uni Frankfurt gegenüber dem Merkur.

Was machen Anleger falsch?

Deutsche Sparer legen ihr Geld zu einseitig an – zirka 40 Prozent der Sparbeträge liegen auf klassischen Sparbüchern oder Tagesgeldkonten und 30 Prozent sind in Versicherungspolicen angelegt, auf die es kaum noch Zinsen gibt. In Aktien hingegen investieren nur 6,3 Prozent der Sparer.

Die meisten Anleger konzentrieren sich auf deutsche Aktien, denn mit Dax-Unternehmen kennen sie sich noch am ehesten aus. Die Folge: Deutsche Titel sind übergewichtet, das Portfolio reagiert entsprechend sensibel.

Anlegern fehlt die nötige Ruhe. Sie schichten gern um, kaufen und verkaufen zu schnell. Das treibt die Kosten in die Höhe und lässt Entwicklungschancen der Titel ungenutzt.

Sparer die sich mit Anlageklassen nicht auskennen, sollten sich beraten lassen. Wer allerdings Hilfe sucht, sollte nicht blind vertrauen, sondern nach der Qualifikation des Finanzberaters, den Vermittlungskosten und dem Produktangebot fragen.

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