Die größten Schäden in der Industrieversicherung

Ein neuer Report von Allianz Global Corporate & Specialty zeigt, dass fast 70 Prozent der finanziellen Schäden in der Industrieversicherung auf zehn Schadensursachen zurückgehen. Welche das sind, lesen Sie hier.

| , aktualisiert am 11.11.2014 04:13  Drucken

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hat für den Global Claims Review 2014 mehr als 11.000 signifikante Industrieschäden mit Einzelwerten von über 100.000 Euro in 148 Ländern untersucht. Relevanter Zeitraum war von 2009 bis 2013.

Zehn Schadenshauptursachen gibt es danach. Hier der Überblick:

  • Schiffsstrandung
  • Feuer
  • Flugzeugunglück
  • Erdbeben
  • Sturm
  • Personenschaden (einschließlich Todesfälle)
  • Überschwemmung
  • Berufshaftpflicht
  • Produktschaden
  • Maschinenschaden
Gestützt auf die Daten der Gesamtbranche für 2013 belaufen sich die zwanzig größten gemeldeten Schäden im kompletten Versicherungssektor auf etwa 5,9 Milliarden Euro, wobei Schäden durch Naturkatastrophen nicht einbezogen sind. Schadenereignisse in der Öl- und Gasindustrie dominieren 2013 bei den größten Schäden mit 40 Prozent der Gesamtsumme. Feuer und/oder Explosion sind für 8 der 20 wichtigsten Schäden beziehungsweise mit etwa 2,9 Milliarden Euro für fast die Hälfte der Gesamtschadenrechnung verantwortlich.

Bisher gehen in diesem Jahr 80 Prozent der wichtigsten gemeldeten Schäden auf Flugzeugunglücke oder Feuer zurück. Der Großteil letzterer ist im Energiesektor angesiedelt: Der schwerste Schaden – ein Feuer in einer Raffinerie in Sibirien im Juni diesen Jahres – wird auf ungefähr 586 Millionen Euro geschätzt.

Die Allianz Analyse für den Zeitraum 2009-2013 bestätigt außerdem die hohen Schäden, die der Öl- und Gassektor verzeichnet: Dieser ist mit durchschnittlich 20,8 Millionen Euro für die größten versicherten Schäden verantwortlich. Sie liegen damit mehr als zehnmal über der durchschnittlichen in dieser Analyse ausgewiesenen Schadenhöhe von 1,9 Millionen Euro.

Schäden durch Betriebsunterbrechung (BU), die infolge von Sachschäden entstehen, nehmen durch schlanke Lieferketten sowie globalisierte Produktion an Bedeutung zu. Sie belaufen sich durchschnittlich auf eine Höhe von 997.602 Euro und liegen damit um 32 Prozent höher als die eigentlichen Sachschäden (755.198 Euro).

Hier gibt es die Studie in voller Länge.

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