„Deutsche setzen auf eine verlängerte Lebensarbeitszeit“

80 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es Rentnern in Zukunft schlechter gehen wird
80 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es Rentnern in Zukunft schlechter gehen wird

Die niederländische Aegon Gruppe untersuchte die persönliche Bereitschaft, finanziell für den Ruhestand vorzusorgen. Nicht alle Deutschen scheinen das Problem erkannt zu haben und verbinden mit dem Thema Ruhestand eher Angenehmes statt einer drohenden Altersarmut.

| , aktualisiert am 22.07.2015 08:58  Drucken

Auch wenn 80 Prozent der Deutschen davon überzeugt sind, dass es Rentnern in Zukunft schlechter gehen wird als heute, haben ein Drittel der Erwerbstätigen den Ruhestand aus finanzieller Sicht noch gar nicht geplant. Selbst die meisten vorbildlichen Sparer haben kein klar strukturiertes Finanzkonzept für das Rentenalter. Aus finanzieller Sicht sind deutsche Arbeitnehmer nur durchschnittlich auf den Ruhestand vorbereitet, deshalb gibt es beim Thema Altersvorsorge noch immer einen großen Handlungsbedarf –so das Ergebnis der Aegon Ruhestandsstudie 2014.

61 Prozent der Erwerbstätigen haben ihre Altersvorsorge geplant, jedoch halten lediglich 16 Prozent diese aktuell für sehr zufriedenstellend. Weitere 18 Prozent blicken zudem besorgt auf das Alter und empfinden ihre Vorsorgesituation als mangelhaft. Mit dem Ruhestand verbinden die Befragten mehrheitlich angenehme Dinge wie Freizeit (61 Prozent) und Freiheit (39 Prozent). Begriffe wie Armut (24 Prozent) und Unsicherheit (21 Prozente) werden hingegen seltener wahrgenommen.

46 Prozent der Befragten wollen allerdings im Ruhestand weiter arbeiten – entweder in Teilzeit oder in einer anderen flexiblen Form. Ein flexibler Übergang in den Ruhestand könnte damit zur Normalität werden. „Die deutschen Erwerbstätigen scheinen sich des Versorgungsproblems bewusst zu sein und setzen in diesem Zuge offenbar auf eine verlängerte Lebensarbeitszeit“, kommentiert Andreas Mang, Marketing-Direktor von Aegon in Deutschland, das Ergebnis.

Für die Studie befragte Aegon 16.000 Erwerbstätige und Rentner in 15 Ländern. In Deutschland gaben 900 Erwerbstätige und 100 Personen im Ruhestand Antworten. Mit den Ergebnissen rangiert Deutschland im Ländervergleich mit 6,1 von 10 Zählern auf Platz 5 und damit im Mittelfeld.

Die niederländische Aegon Gruppe ist ein Anbieter von Lebensversicherungs-, Altersvorsorge- und Anlageprodukten. Sie betreut aktuell mit zirka 27.500 Mitarbeitern Kunden in mehr als 25 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa und Asien.

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