Debeka verschärft Verhaltenskodex

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Die Debeka hat einen neuen, schärferen Verhaltenskodex für ihre 17.000 Mitarbeiter eingeführt.

Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, dazu: „Unser neues Regelwerk ist zeitgemäß und notwendig – auch deshalb, weil es in der Vergangenheit zu Verfehlungen kam. So wissen wir, dass in den 1980er und 1990er Jahren Vertriebsmitarbeiter auf eigene Rechnung Adressen potenzieller Kunden erworben haben, die zwischen Mitarbeitern weiter verteilt wurden. Auch der damaligen Führungsmannschaft fehlte die Sensibilität für diese datenschutzrechtliche Thematik. Und in diese Selbstkritik schließe ich mich ausdrücklich mit ein.“ Die Debeka lehne Geschäfte mit Adresshändlern schon immer ab. Der heutige Schritt führe diese Grundhaltung konsequent fort.

Die neue Betriebsvereinbarung umfasst neben den Themen Datenschutz, IT-Sicherheit und Nichtdiskriminierung auch Regeln gegen Bestechung und Korruption. Eine direkte Weisung lautet zum Beispiel: „Die Debeka toleriert keinerlei Form der Bestechung und Korruption.“

Die Richtlinie beinhaltet dazu auch Aussagen zu Geschenken, Einladungen und sonstigen Vorteilen. Sie sollen den Mitarbeitern eindeutige Vorgaben bieten. So sind Sachgeschenke nur bis 25 Euro gestattet, Einladungen von Privatpersonen zu Veranstaltungen sind untersagt.

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