Anlageberater müssen Kunden umfassend über Gebühren aufklären

Wie müssen Anlageberater ihre Kunden über etwaige Gebühren aufklären? Mit dieser Frage hat sich das Amtsgericht München beschäftigt.

| , aktualisiert am 10.11.2014 14:53  Drucken

Das Amtsgericht München hat in einem Urteil entschieden: Für Anlagegeschäfte können Berater nur dann Gebühren berechnen, wenn sie den Kunden „vor Vertragsabschluss in deutlicher Art und Weise“ auf anfallende Depot- und Abschlussgebühren hingewiesen haben (Aktenzeichen 122 C 4188/14).

Geklagt hatte ein Ehepaar, das von einem Versicherungsvertreter über ein Anlagedepot für Gold und Silber beraten wurde. Das Paar zahlte insgesamt zirka 5.900 Euro in das Depot ein. Nach zwei Jahren kündigten sie den Vertrag und forderten die gesamten Einlagen zurück. Zum Erstaunen der Eheleute erstattete der Edelmetallhändler ihnen jedoch nur 900 Euro. Den Rest behielt er als „vertraglich vereinbarte Gebühren“ für sich.

Das Gericht gab der Klage statt. Der Edelmetallhändler musste die gesamte Summe erstatten.

Die Begründung: Der Anlageberater hatte die Kläger nicht auf etwaige Depot- und Abschlussgebühren hingewiesen. Ebenso erhielt das Paar keinen Prospekt und keinen Katalog zum Anlagemodell. Auch waren die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers nicht im Vertrag aufgeführt. Somit waren die Gebühren nicht Inhalt des Vertrages.

Durchblick – der Zukunftstag für Versicherungsprofis

Pfefferminzia geht on Tour! Am 26. September geht es um Ihre Themen und die Zukunft: Worauf Sie sich als Versicherungsprofi einstellen sollten, um auch künftig erfolgreich zu sein. Mehr erfahren.

POG-GENERATOR für Versicherungsmakler
Werbung

Der POG-GENERATOR unterstützt Sie als Versicherungsmakler, die neuen Anforderungen, die die Richtlinie (EU) 2016/97 über den Versicherungsvertrieb vom 20. Januar 2016 („IDD“) an die Dokumentation Ihrer Produktvertriebsvorkehrungen stellt, zu erfüllen.
Jetzt kostenfrei anmelden www.pog-generator.de.

Pfefferminzia HIGHNOON
Pfefferminzia bestellen