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Umfrage zu Arbeit, Rente und Leben Deutsche schauen pessimistisch auf ihren Lebensabend

Eine Mutter mit Kindern: Die Deutschen blicken mit eher negativen Erwartungen in die Zukunft.
Eine Mutter mit Kindern: Die Deutschen blicken mit eher negativen Erwartungen in die Zukunft. © dpa/picture alliance

Jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) würde im eigenen Leben nichts anders machen – selbst wenn es die Wahl gäbe. Im Hinblick auf die Zukunft sind die Deutschen hingegen eher negativ gestimmt: Über die Hälfte erwartet, dass es ihnen im Alter einmal schlechter gehen wird. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) ist mit seiner momentanen Lebenssituation zufrieden. Wenn sie die Wahl hätten, ihr Leben neu beginnen zu können, würden sie trotzdem nichts anders machen. Die Zukunft hingegen macht ihnen eher Sorgen: 61 Prozent sind der Meinung, dass es ihnen im Alter einmal schlechter gehen wird. Nur jeder Zehnte der jüngeren Generation glaubt, dass es ihm in 30 Jahren besser geht als den eigenen Eltern oder Großeltern. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Körber-Stiftung.
Insgesamt befürchten 49 Prozent der Deutschen finanzielle Probleme im Alter. Dabei schauen Frauen (53 Prozent) sorgenvoller auf den Ruhestand als Männer (45 Prozent).

Darüber hinaus gehen 92 Prozent der Bürger davon aus, dass das Rentensystem weiter verändert werden muss, damit künftige Rentner nicht unterversorgt sind. Doch fast zwei Drittel der Befragten glauben nicht, dass die Politik das schafft. Die Umfrage wurde allerdings durchgeführt, bevor Arbeitsministerin Andrea Nahles ihr Rentenkonzept vorstellte (wir berichteten).



Was das Hier und Jetzt angeht, äußerten die Befragten vieles von beidem: Wünsche und Mängel. So haben 85 Prozent der Deutschen an ihrer jetzigen Arbeit nichts zu meckern. 89 Prozent glauben zudem, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist.

Trotzdem arbeiten die Deutschen laut Umfrage durchschnittlich einen Tag mehr pro Woche als sie gerne würden. Durchschnittlich wünschen sich die Befragten eine 31,3-Stunden-Woche, sie verbringen nach eigenen Angaben aber durchschnittlich 37,6 Stunden mit ihrem Beruf, berichtet das Deutsche Institut für Altersvorsorge über die Umfrageergebnisse.

Hinsichtlich der Familie wünschen sich 39 Prozent der Deutschen, dass beide Elternteile ihre Arbeit reduzieren, um sich Aufgaben zu Hause teilen zu können. In der Realität leben aber nur 4 Prozent der Familien mit Kindern unter 16 Jahren tatsächlich so. In mehr als der Hälfte der deutschen Familien arbeitet der Mann in Vollzeit, während die Frau ihre Stunden im Job reduziert hat und sich primär um die Kinder und den Haushalt kümmert.
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